• Deutsche Shopsysteme und E-Commerce-Lösungen Ende 2014

    Diese deutschen Mittelklasse-Shopsysteme gehen mir ganz schön auf den Keks. Alle. Egal wie sie heißen. In sich geschlossene Systeme mit einer schier unglaublichen Anzahl an darunter versammelten PHP-, JS-, Whatever-Frameworks (Besonders herausragend hier Shopware: Grüße an dieser Stelle an Zend, Smarty, ExtJs, Doctrine etc.), die halbwegs brauchbare Anpassungen und Weiterentwicklungen unglaublich erschweren. Echte Innovationen mit einem solch gewachsenen System sind im Grunde kaum möglich, sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Die auf den ersten Blick bestehenden Vorteile hinsichtlich Time-to-Market sowie einer halbwegs funktionierenden Backend-Logik verschwinden doch relativ schnell, insbesondere wenn angebotene Produkte von einfarbigen Schnürsenkeln der gleichen Länge abweichen. Man behalte dabei ebenfalls die doch recht dynamische Endgerätefrage im Hinterkopf.

    Der dazu gehörige Ökokosmos mit all seinen "spezialisierten" Agenturen, Dienstleistern (Multichannel, PIM, Blabla) und sonstigen Experten ist eine Qual. Teuer, arrogant und qualitativ oft minderwertig. Die "zertifizierten" Siegel der Shopsystem-Partner gibt es meist gegen ein paar Euros - sie sind oft ihr Geld nicht wert.

    Die auf der anderen Seite stehenden ECommerce-Frameworks wie sphere.io (commercetools, nun zu REWE digital gehörig) oder das als Cryllo angekündigte, nun neu benannt als Spryker, freigegebene Framework von Project A Ventures scheinen hier, vorsichtig formuliert, deutlich innovativer, wenngleich der gemeine Händler Kosten/Nutzen genau gegeneinander abwägen sollte. Hier ist noch nichts entschieden. Wie es mit hippen Programmiersprachen wie Scala weitergeht, die ja beispielsweise sphere.io zugrunde liegt, ist auch noch nicht klar. Mit Erinnerung an Ruby können hier die Entwicklungskosten im Laufe der Zeit deutlich steigen und es ist davon auszugehen, dass diese Kosten beim Händler ankommen. An dieser Stelle ganz herzliche Grüße an Herrn und Frau SaaS.

    Lösungen basierend auf anderen Frameworks wie Drupal (mit Drupal Commerce) oder Wordpress (Woocommerce etc…) sind von eben diesen und deren Weiterentwicklung abhängig. Und das ist auch eine Komponente, die Händlern wichtig ist ‐ oder sein sollte.

    Zurück zum Thema. Liebe deutsche Shopsysteme: 2015 kommt bekanntlich Marty McFly aus der Zukunft zurück, hoffentlich hat er was für Euch dabei. Vielleicht ein Smartphone.

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